Drama

R. Simpson in Früchte des Zorns
Drama, aus dem griechischen, kennt man zusammen mit Lyrik und Epik aus der alten Dichterkunst und dem Theater. Doch auch in Filmen wird das Drama sehr gut interpretiert. In einem dramatischen Film wird eine Geschichte - oft wahre aus dem Leben - erzählt, wo sehr viel Wert auf die Charakterrolle gelegt wird. Damit bildet dieses Genre eine große Schnittlinie zu beispielsweise Actionfilms, in denen die Geschichte lediglich zu einem Leitfaden genutzt wird und eigentlich wenig aussagend ist.

Die ersten dramatischen Filme zeigten das Martyrium Jesus oder andere historische große Vorkommnisse. Die Edison Company’s Kinetoscope Production drehte im Jahre 1895 bereits den Film „The Execution of Mary Queen of Scots“, damit auch einer der ersten historischen Filme. Die Königin wurde vor den Augen der Zuschauer 'geköpft' und ließ diese atemlos - und nach mehr verlangend.

Der finanziell erfolgreichste Stummfilm und gleichzeitig das erste Epik-Drama war der Film „Geburt einer Nation“ 1915 von D.W. Griffith. Er hatte zahlreiche Innovationen wie Parallelmontage, echte Landschaftshintergründe, Nahaufnahmen, hunderte von Statisten und vieles mehr.
Durch die Tontechnologien begannsich ab 1920 jedoch der Film erheblich zu verändern. Dialoge trugen jetzt den Film zwischen den einzelnen dramatischen Szenen und Aktion wirkte selbsterklärend. Anspruchsvolle Filme wie „Früchte des Zorns“ von 1939 und „Bürger Kane“ von 1941 gaben den Zuschauern Einblick in ein reales Leben, was sie selber jedoch nicht berührte. Die Ungläubigkeit über all das Gesehene sollte sich jedoch in den späten 1939er Jahren schlagartig ändern. Technicolor gab die Möglichkeit, die Filme in Farbe zu drehen und gab damit eine unglaubliche Chance für Filmemacher, die Realität wirklich darzustellen.

Zwischen den 40er und 60er Jahren verlor der Film ein wenig an Interesse, da ganz andere Probleme weltweit wichtiger waren. Erst in den 60ern kamen wieder die großen Durchbrüche. Unvergessliche Filme sind da beispielsweise „Wer die Nachtigall stört“ oder 'Lawrence von Arabien“.

Joseph Cotton in Bürger Kane
In den letzten Jahrzehnten hat sich sehr viel getan in dem Genre Drama und die Filme sind so unterschiedlich wie ihre Produzenten. Das größte Filmdrama, das je gedreht wurde, war „Der Pate“ von Francis Ford Coppola. Vollkommen anders ist der Film „Unter Feinden“ von Martin Scorzese, der wiederum nicht vergleichbar ist mit dem Filmepos „Schindler's Liste“. Dramatische Kinofilme geben einen Einblick in Welten, die der Zuschauer sonst nicht sehen würde.