Geschichte des Films

Charlie Chaplin
Die raffinierten Technologien und die großen künstlerischen Darstellungen des heutigen Films hatten einst ganz einfache Anfänge. 1867 entwickelte der Amerikaner William Lincoln das patentierte Zoopraxiscope, auch 'Lebensrad' genannt. Es war die erste primitive Maschine, die einem erlaubte, durch ein kleines Guckloch sich bewegende Bilder zu sehen. Das inspirierte weitere Erfinder und bald kam die erste Kamera mit beweglichen Bildern. Diese wurde immer besser entwickelt. Der vom Franzosen Louis Lumiere’s entwickelte Cinematograph, das von Edison Manufacturing Company’s Vitascope und von Thomas Arnat’s und Charles Francis Jenkins erfundene Phantascope konnten bereits die beweglichen Bilder auf eine Leinwand projektieren. Theater wurden zu den ersten Kinos, in denen diese ersten 'Filme' gezeigt wurden. Sie gewannen schnell an Popularität und der Zustrom war groß.

Doch erst um 1920 kam der erste Synchron-Ton zu den Bildern und man gelang vom Stummfilm zum 'sprechenden Bild'. Ganze Orchester begleiteten die Filme, ein Erzähler belebte die Geschichte und ein begeistertes Publikum lauschte. Charlie Chaplin war einer der ganz großen Pioniere des Films und wirkte in zahlreichen Stummfilmen mit. Sein kreatives Genie und sein schauspielerisches Talent gab ihm die erste Star-Aura. Er blieb dem Stummfilm treu, denn er glaubte, die Sprache lenke nur von den schaupielerischen Fähigkeiten ab.

Seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts hat die Filmindustrie enorm an Beliebtheit gewonnen und ist heute eines der wichtigsten Kulturelemente eines Landes. Die Genres wechselten in den Jahren, während des Krieges sollten sie ablenken, fröhlich stimmen, aber auch oftmals informieren. In den 60/70 Jahren entwickelte sich eine neue Welle, viele Probleme wurden in Filmen aufgearbeitet. In den 90er Jahren kamen die ersten computer-animierten Filme auf den Markt und die großen Filmen wurden zusehends mehr technisch unterstützt. Mit Filmen wie Matrix oder auch Star Wars revolutionierte sich die ganze Branche. Hollywood, Cinnecittà und Bollywood sind große Filmzentren. Heute ist Indien der größte Kinofilmproduzent.

In den 30er Jahren hätte wohl auch niemand für möglich gehalten, dass die Produktionskosten für Kinofilme einmal große Dimensionen annehmen werden. Ein kleines Beispiel? Der Film "Avatar" (2009) kostete in der Produktion 237 Mio. Der Kinofilm "Der weiße Hai" (1975) hingegen gerade einmal 7 Mio. Man darf gespannt sein, wie sich das Ganze weiterentwickelt.